5 Dinge, die zu deiner Finanzplanung gehören

5 Dinge, die zu deiner Finanzplanung gehören

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Beim Finanzmanagement wird der Geldfluss in deinem Unternehmen abgebildet und organisiert. Ist dein Finanzmanagement gut und solide, wird dein Unternehmen wahrscheinlich profitabel und erfolgreich. Wenn es allerdings vernachlässigt wird, kann dein ganzes Geschäft den Bach runtergehen.

Gutes Finanzmanagement erlaubt dir, die Entwicklung deines Unternehmens zu planen und bis zu einem gewissen Grad vorauszusagen. Auf dieser Grundlage lassen sich logische und konsistente Entscheidungen treffen. Das wird leider nicht von jedem beherzigt: Noch immer treffen vor allem kleine und mittlere Unternehmen unlogische und teils unverantwortliche Entscheidungen, die auf Uninformiertheit beruhen.

Keine Sorge: Gutes Finanzmanagement ist kein Hexenwerk und weniger kompliziert und aufwendig als du dir vielleicht vorstellst. Du brauchst einen Blick fürs Detail und Disziplin. Damit und mit den folgenden fünf Tipps sollte dir das Organisieren deiner Unternehmensfinanzen aber gelingen!

1. Hab von Anfang an die Kontrolle

Viele Gründer denken, dass Finanzplanung und -kontrolle schrecklich viel Arbeit bedeutet. Das stimmt allerdings nur, wenn man nicht mit den Prozessen vertraut ist. Wenn die Abläufe ein paarmal durchgespielt und verinnerlicht sind werden sie zur Routine – und die Arbeitslast damit deutlich reduziert.

Mit eingespielten Prozessen kannst du ein schwerwiegendes finanzielles Durcheinander, das deine hervorragende Geschäftsidee ruiniert, vermeiden. Selbst die beste Idee kann fehlschlagen und dich verschuldet dastehen lassen, wenn du die Kontrolle verlierst.Finanzplan

Eines der wichtigsten Werkzeuge, um die Kontrolle zu behalten, ist der Businessplan. Leider beginnt die überwiegende Mehrheit der Existenzgründer zu handeln, ohne einen Businessplan zu schreiben. Dabei ist es enorm wichtig alle Aspekte des Geschäfts, Produkts oder der Dienstleistung zu verstehen, bevor man sein Unternehmen gründet. Du musst herausfinden, wer deine Kunden, wer deine Wettbewerber und wer deine Lieferanten sind, wie hoch die fixen und variablen Kosten sein werden und wo du einen geeigneten Ort für dein Unternehmen finden kannst. Je mehr Informationen du über dein Unternehmen hat, desto größer die Chancen auf Erfolg. Deine Annahmen kannst du später mit den realen Verhältnissen abgleichen – und daraus lernen, eventuell besser einzuschätzen.

Planung mithilfe eines Businessplans ist nicht nur eine gute, sondern auch eine klassische Idee. Durch die Planung gewinnst du Kontrolle und Übersicht über alle Aspekte des Unternehmens und das führt zu einem guten Finanzmanagement.


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2. Lernen und am Ball bleiben

Das Tagesgeschäft des Unternehmens zu verstehen ist essentiell für ein gutes Finanzmanagement. Wichtige unternehmerische Abläufe von Anfang an in die Hände von Drittunternehmen bzw. Dienstleistern zu geben kann riskant sein und daher ist es wichtig, dass man ein Auge auf den täglichen Betrieb hat. Diese Art von Hingabe ist eine der wichtigsten Eigenschaften eines erfolgreichen Unternehmers.

Selbst wenn man einen Buchhalter beauftragt, sollte man sich trotzdem regelmäßig mit den Finanzen beschäftigen. Positive und negative Trends können so frühzeitig erkannt werden und du hast genug Zeit, auf sie zu reagieren.

Im Internet finden sich zahlreiche Kurse in Buchhaltung von teuer bis kostenlos. Sie helfen dir deine Fähigkeiten in den Bereichen Rechnungswesen, Finanzplanung, Analyse u.a. auszubauen. Weiterbildung ist für den Erfolg deines Unternehmens sehr förderlich.

3. Nicht den Cash-Flow vergessen

So mancher Geschäftsführer konzentriert sich so sehr auf sein Marketing, dass er dadurch die Verwaltung vernachlässigt. Das Unternehmen sollte ein System zur Steuerung der Ein- und Ausgaben haben. Gewöhne es dir an, vorzugsweise täglich, die Unternehmenskonten, Verbindlichkeiten und Forderungen zu überprüfen.

Im Finanzmanagement nennt man diese Geldflüsse Cash Flow. Also die Menge Geld, die über einen festgelegten Zeitrahmen eingenommen bzw. ausgegeben wurde. Der Cash-Flow ist einer der Key Performance Indikatoren des Finanzmanagements. Es ist möglich und wichtig, dass Cashflow-Prognosen getroffen werden, die zeigen, welche finanziellen Bewegungen in einem bestimmten Zeitraum erwartet werden.

Eine weitere kluge Idee, die die Verwaltung der Finanzen vereinfachen soll, ist die Kategorisierung jeder finanziellen Transaktion, aufgeteilt in Kosten und Gewinn. Auf diese Weise können Ausgaben und Einnahmen des gleichen Typs der entsprechenden Abteilung oder Gruppezugeordnet werden und somit der Cashflow des Unternehmens überwacht werden.

4. Kontrollieren, kontrollieren und dann nochmal kontrollieren

Eine vollständige Analyse der Finanzen des Unternehmens zu erstellen erlaubt die Prüfung, ob Gewinn oder Verlust erzielt wird. Auch wenn das Unternehmen Gewinn macht: Es ist wichtig zu kontrollieren, ob der Gewinn den Prognosen entspricht.

An diesem Punkt kann die Analyse der Zahlen mit Hilfe von Graphen sehr effektiv sein. Sie bieten eine bessere Übersicht. Keine falsche Scheu bei den Überprüfungen: entsprechen die Verkäufe dem Umsatz? Entsprechen die Gewinne den Einnahmen abzüglich der Kosten? Unterscheiden sich die tatsächlichen Zahlen von den Projizierten? Warum? Das ist spannend.

5. Finanzmanagement ist niemals abgeschlossen. Fang jetzt an!

Mit diesen Tipps ist es jetzt Zeit zu handeln. Leg los, wiederhole die Schritte so oft wie nötig. Es wird sich eine Regelmäßigkeit und Normalität einstellen – das klappt schneller, als du denkst. Eine gute Organisation, Engagement, Wissen, Planung und ein offener Geist sind die Schlüsselfaktoren zu einem wirtschaftlichen Finanzmanagement und damit Erfolg im Geschäft.

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Oliver Bodenhaupt ist Ansprechpartner für Gründer bei SmartBusinessPlan. Seine Spezialgebiete sind Entrepreneurship und User Experience Design. Neben der Arbeit geht er zum Bouldern in Berlin.